Verein für das Alter
in Österreich



Lang leben ja – aber alt sein?

Unsere Gesellschaft wird immer älter, und Fragen rund um das Thema Alter sind aktueller denn je. Wie aber kann SeniorInnen und denjenigen, die sie betreuen, ein gutes Leben gelingen? Wie können Überforderung und Gewalt verhindert werden? Wie wollen wir im Alter wohnen und den Alltag gestalten? Pro Senectute stellt sich diesen Fragen und arbeitet im Rahmen von nationalen und internationalen Projekten an zukunftsweisenden Konzepten und Lösungen.

Unsere Aktuellen Projekte:

Wedo - Wellbeing and Dignity of Older People

Europäische Partnerschaft für Würde und Wohlbefinden älterer Menschen

ProSenectute ist an der Partnerschaft für Würde und Wohlbefinden älterer Menschen beteiligt und wirkt als Mitglied der „Nationalen Koalition“ an der Gestaltung der Prozesse und Produkte des Projektes mit.

“WeDO” steht für “Wellbeing and Dignity of Older People“. Es handelt sich um ein von der Europäischen Kommission gefördertes Projekt, welches sich zum Ziel gesetzt hat, auf europäischer wie auch nationaler Ebene Partnerschaften zu etablieren, die gemeinsam daran arbeiten, durch Sicherung und Verbesserung der Versorgungsqualität in der Langzeitpflege Würde und Wohlbefinden älterer hilfe- und pflegebedürftiger Menschen zu fördern und Gewalt gegen ältere Menschen zu verhindern.

Projektbeschreibung >
zur WeDo Website >


Kulturelle Teilhabe für Menschen mit Demenz

Kunst und Kultur erhöhen die Lebensqualität. In jedem Alter und in jeder Lebenssituation. Besonders für Menschen mit Demenz sollte die Möglichkeit zur Entfaltung ihrer Kreativität erhalten bleiben. Menschen mit Demenz wollen Teil einer sozialen Gemeinschaft sein und brauchen Möglichkeiten für sinnerfüllte Aktivitäten. Im Vordergrund stehen dabei die Wahrnehmung vorhandener Kompetenzen und das im Moment positive Erlebnis.

dementia+art hat in Deutschland Museumsführungen für Menschen mit Demenz entwickelt. Renommierte Museen in vielen Städten bieten dieses Angebot an. Sie berücksichtigen die Ressourcen der Besucherinnen und Besucher und bieten ein lebendiges sinnliches Erleben, das die Möglichkeit einschließt, an Erinnerungen anzuknüpfen.

Pro Senectute – Verein für das Alter in Österreich bringt dieses Angebot nach Österreich. Der Start erfolgt durch ein Kennenlern-Seminar im November - "Ich bin dabei" - , zu dem wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Senioren- und Kultureinrichtungen gleichermaßen einladen.


Ich bin noch immer Ich - auch wenn ich es nicht mehr weiß

Demenz betrifft einen Menschen in seiner Gesamthit, sie führt zu Beeinträchtigungen der geistigen Leistungen, zu veränderten Wahrnehmungen der Umwelt, der eigenen Identität und Lebensgeschichte.

Was geht in mi vor, wenn ich Fähigkeiten vergesse oder verlerne, meinen Alltag nicht mehr alleine bewältigen kann, ich in einer für mich veränderten und dadurch "fremden Welt" zurechtfinden muss und meine Erinnerungen verschwommen sind?

Um solche Gefühle erleben zu können, wurde das demenz-Balance Modell entwickelt. Es ist eine Methode der Selbstwahrnehmung von Gefühlen und Bedürfnissen, die durch Lebensveränderungen entstehen können. Die Teilnehmenden setzen sich mit einer persönlichen Lebenssituation auseinander, in der die Verluste größer werden und die persönlichen Ressourcen zur Lebensbewältigung abnehmen.

Das Ziel des Seminars ist es, Mitgefühl und Feingefühl zu verfeinern und eine Haltung, die an den Bedürfnissen von Menschen mit Demenz orientiert ist, zu entwickeln du zu festigen.   

Dauer: von 9.00 - 16.30 Uhr

Kosten: für 18 Teilnehmerinnen 1.290,00,- plus 10% UST

Zielgruppen:

  • MitarbiterInnen in Alten- und Pflegeheimen, mobilen Diensten
  • Auszubildende in Pflege- und Sozialberufen
  • Alle am Thema Interessierten

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Pro Senectute - Te: 01 - 4796161


Wegweiser zur Gewaltprävention in Betreuungseinrichtungen

Ein österreichweites Angebot für Heime und Mobile Dienste

Betreuungs- und pflegebedürftige alte Menschen sind in besonderem Maße von der Unterstützung anderer abhängig. Mit zunehmender Hilfebedürftigkeit steigt das Risiko für die alten Menschen, Opfer von Gewalt zu werden. „Das gibt es bei uns nicht!“ oder „Mit uns geht man auch nicht sanft um!“ sind häufige Antworten, wenn Gewalt und Gewaltprävention in Einrichtungen thematisiert werden. Da es viele Definitionen und unterschiedliche Sichtweisen von Gewalt gibt, ist es den  Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist oft gar nicht bewusst, wo bereits Wurzeln für Gewaltanwendung liegen.

Der eintägige Workshop „Pflege ohne Gewalt“ findet im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz in einem ausgewählten Alten- und Pflegeheim je Bundesland statt. Ziel dieses Projekts ist es, Teams in Sozialeinrichtungen für Menschen im Alter zu sensibilisieren, dass sie Situationen erkennen,  die zu Gewalt führen können, und auf mögliche Auslöser zu achten. Sie werden mit Methoden zur Gewaltvorbeugung sowie zum konstruktiven Umgang mit aggressionsgeladenen Situationen  vertraut gemacht. Es werden die vielen Aspekte von Gewalt angesprochen, ohne Schuldzuweisungen vorzunehmen.

Nähere Informationen hierfür erhalten Sie im Pro Senectute Büro.